Forderung: Hilfspaket für Pörtschach

In der aktuellen Situation muss es unser Ziel sein, dass allen Pörtschacherinnen und Pörtschachern, die verursacht durch COVID-19 in einer schwierigen Lage sind, geholfen wird. Neben der Sorge um die Gesundheit, haben viele von uns mit zusätzlichen Herausforderungen zu kämpfen, weil möglicherweise der Arbeitsplatz verloren wurde, man sich um den Fortbestand des eigenen Unternehmens sorgt oder mit persönlichen Schicksalsschlägen zu kämpfen hat.

Daher fordern wir die Gemeinde Pörtschach und insbesondere deren politische Vertreterinnen und Vertreter in dieser Situation auf, ebenfalls alles zu unternehmen, um die Gemeindebevölkerung zu unterstützen. Konkret empfehlen wir die Umsetzung der folgenden Maßnahmen – je nach Finanzierbarkeit, mehrere oder alle. Finanziert werden sollen jene Maßnahmen die mit Kosten verbunden sind etwa aus Budgetmitteln die durch abgesagte Veranstaltungen frei werden sowie durch Überschüsse der vergangenen Jahre.

1. Härtefallfonds für Betroffene von COVID-19

Die Gemeinde Pörtschach soll einen eigenen Härtefallfonds für Pörtschacherinnen und Pörtschacher einrichten, die verursacht durch COVID-19 in finanzielle Notlagen geraten sind und entweder keinen Anspruch auf andere Förderungen haben, oder trotz anderer Förderungen nicht genügend finanzielle Mittel haben, um grundlegende Lebenserhaltungskosten bestreiten zu können. Junge und ältere Einwohnerinnen und Einwohner sollen gleichermaßen unterstützt werden.

2. Entlastung für betroffene Familien mit Kindern

Die Gemeinde Pörtschach soll mit dem Kindergarten an Lösungen arbeiten, um Familien zu entlasten, die aktuell besonders von der Corona-Krise betroffen sind, mit dem Ziel, ihnen die Kindergartenbeiträge zu erlassen oder zumindest zu reduzieren.

3. Pörtschacher Wirtschaft jetzt stärken

Die Gemeinde Pörtschach soll einen Gutschein im Wert von beispielsweise 20 Euro für jede Einwohnerin / jeden Einwohner mit Hauptwohnsitz in Pörtschach ausstellen. Dieser Gutschein soll ausschließlich in Betrieben mit Sitz in Pörtschach gültig sein. Damit unterstützt man die ortsansässigen Unternehmen und hält obendrein die Kaufkraft im Ort.

4. Sommerliches Bauverbot aussetzen/einschränken

Die Gemeinde Pörtschach soll das Bauverbot für den Sommer 2020 aussetzen, um Arbeitsplätze auf unseren Baustellen zu sichern. „Wir müssen um jeden Arbeitsplatz kämpfen“ – in diesem Sinn darf jetzt keine einzige Branche benachteiligt werden. In der wichtigsten Zeit für unseren Tourismus – Ende Juni bis Mitte August – sollen dennoch tourismusfreundliche Bauzeiten festgelegt werden. So sollen beispielsweise von 08:00 bis 12:00 und 14:00 bis 18:00 Uhr Bautätigkeiten erlaubt sein. Unsere treuen Gäste werden diese einmalige Ausnahmeregelung vor dem Hintergrund der Corona-Krise zu verstehen wissen.

5. Rückerstattung der Kommunalsteuer und Gemeindeabgaben

Die Gemeinde Pörtschach soll die ihr zukommende Kommunalsteuer sowie Gemeindeabgaben (Wasser/Kanal/Müll) für jene Betriebe (zumindest teilweise) rückerstatten, die von (Teil-)Schließungen betroffen sind beziehungsweise waren, wenn dadurch der Fortbestand des Betriebs und der zugehörigen Arbeitsplätze in Pörtschach gesichert werden kann. Damit soll insbesondere Klein- und Jungunternehmen geholfen werden, die aktuellen Herausforderungen zu überstehen.

6. Erleichterung bei Gebühren, Abgaben und Mieten

Die Gemeinde Pörtschach soll 2020 keine Gebühren oder Abgaben für (hoffentlich erlaubte) Kleinveranstaltungen einheben, wie etwa bei Platzmieten. Zudem soll sie auch mit den zuständigen Stellen Verhandlungen aufnehmen, um eine Reduktion oder einen Erlass der Mieten/Gebühren für Gastgärten oder Ähnliches an der Hauptstraße zu erreichen. Weiters sollten die entsprechenden Flächen für Gastgärten kostenfrei erweitert werden können, um die Umsatzeinbußen durch die Abstands-Regeln zwischen Gästen zu minimieren.

7. Touristische Werbemaßnahmen verstärken

Die Gemeinde Pörtschach soll gemeinsam mit dem Pörtschacher Tourismusverband umgehend gezielte Werbemaßnahmen für unseren Ort im Sinne des aktuellen Trends „Urlaub daheim in Österreich“ verstärkt veranlassen – egal ob Print-, TV-, Radio- oder Social-Media-Werbung. Zudem ist auch die Wörthersee Tourismus GmbH aufzufordern, noch stärkere Maßnahmen für unsere Region zu setzen, von der auch die kleinen Unterkünfte und die ortsansässigen Geschäfte profitieren.